„Mama, aber jetzt ist doch Advent…“ Ideen für Weihnachtsmomente mit Kindern

Schon ist die Adventszeit halb vorüber und vieles, was wir uns vorgenommen hatten an schönen gemeinsamen, gemütlichen Momenten ist auch dieses Jahr im Alltagsstress auf der Strecke geblieben? Ich spreche euch aus der Seele? Dann hab ich noch ein paar schnell durchführbare Ideen für euch, die mit auch schon mit Kleinkindern umsetzbar sind und euch schöne gemeinsame Adventsmomente bescheren können…

  • Weihnachtskarten basteln für Bastelfaule (wie mich), ganz einfach und ohne viel Material: Ich hab dieses Jahr weiße blanko Karteikarten in Postkartengröße genommen und Washi-Tape, das ich gerade zu Hause hatte. Meine Kinder durften das Tape in Streifen reißen. Zusammen mit dem Großen klebten wir sie auf die Karten und gestalteten Tannenbäume und Kerzen. Noch kurz „Frohes Fest“ drauf geschrieben und Karten an liebe Menschen geschickt (Kita-Freunde natürlich eingeschlossen…)

 

  • Ein tolles Kerzen-Spiel für Kinder ab circa 4 Jahre: Ihr braucht 3 Teelichte pro Person, ein Feuerzeug und einen Dreier-Würfel (einen normalen Würfel könnt ihr mit Klebeband und Punkten drauf malen zum Dreier gestalten). So geht`s: jede*r bekommt 3 Kerzen und stellt sie vor sich. Es wird reihum gewürfelt. Bei einer 1 darf eine eigene Kerze angezündet werden. Bei einer 2 müsst ihr eine eigene Kerze wieder auspusten. Bei einer 3 dürft ihr eine Kerze eines Mitspieles auspusten. Wer zuerst alle 3 Kerzen angezündet hat, hat gewonnen. Nebenbei können Kekse geknabbert werden. (Bei unter 5jährigen helft ihr beim Kerzen anzünden mit). Dieses Spiel könnt ihr super verschenken, indem ihr alle Materialien in eine kleine Schachtel legt. Anleitung nicht vergessen.
  • Schnelles Plätzchenrezept für verschiedene Keks-Varianten: 100g Zucker, 200g Margarine, 300g Mehl verrühren und eine Stunde kalt stellen. Ca. 3 cm dick ausrollen, ausstechen und im vorgeheizten Ofen bei 180 Grad 10 Minuten backen (sie sind noch weich, wenn sie aus dem Ofen kommen. Wenn sie abkühlen, härten sie aus). Varianten: gebt Kakaopulver zu einem Teil des Teiges oder gemahlene Mandeln oder Nüsse, würzt einen Teil Teig mit Zimt, Vanille, Nelken, Ingwer, was ihr gerade da habt. Verziert die Kekse mit Schokokuvertüre oder Zuckerguss (Puderzucker mit wenig Wasser verrühren) und streut Kokosflocken, Mandeln, Rosinen, Walnüsse oder Zuckerstreusel (wer es ganz süß mag) drauf. Da mein Sohn dringend „morgen“ Plätzchen backen wollte mit dem einleuchtenden Argument: „Mama, aber jetzt ist doch Advent“, nach der Kita aber meiner Meinung nach zu wenig Zeit blieb, um den Teig herzustellen und kalt zu stellen, schlug ich vor, dass ich den Teig ohne ihn vorbereiten darf. Das akzeptierte er, Hauptsache, er durfte auch naschen. So ging es nach der Kita richtig schnell, ausrollen, ausstechen und backen und wir konnten noch vor dem Abendessen die ersten Plätzchen probieren.
  • Advent ohne Strom: Eine Freundin von mir hatte vor einigen Jahren Stromausfall an einem Adventssonntag. Der ließ sich nicht so schnell beheben. Also machten sie und ihre Familie das Beste draus. Sie zündeten alle Kerzen an, die sie fanden, wickelten sich in dicke Decken, lasen Weihnachtsgeschichten und überlegten, wie die Menschen zu Zeiten ohne Strom wohl Advent und Weihnachten gefeiert haben. Es entstanden tolle Gespräche. Der Fernseher lenkte nicht ab, die Telefone schalteten sie aus und zum Abendessen zogen sie sich dick an, nahmen sich Taschenlampen und grillten im Garten Würstchen, die sie noch im Kühlschrank hatten. Das fanden die Kinder so toll, dass sie dieses Ritual seitdem jedes Jahr an einem Adventssonntag wiederholen. Ich finde es eine tolle Geschichte und sicher lohnenswert, es einmal zu probieren, wenn es auch nur ein paar Stunden sind.
  • Weihnachtsbaum-Anhänger selbst gemacht: Ihr legt Plätzchen-Ausstechförmchen in eine große Wasserschüssel und tropft mit langen Stielkerzen (da verbrennt ihr euch nicht so schnell die Finger) Wachs in die Formen. Durch das Wasser trocknet es schnell und die Wachsförmchen können aus dem Rahmen gedrückt und zum Abtropfen auf ein Tuch gelegt werden. Mit einem Faden legt ihr eine Schlaufe oben auf die Figur und topft die Enden mit Wachs fest. So kann sie an den Weihnachtsbaum gehängt werden. Probiert verschiedene Kerzenfarben aus. Durchgefärbte Kerzen machen die schönsten Ergebnisse. Ist auch ein nettes Geschenk für die Großeltern oder andere liebe Menschen.
  • Geschichten hören und lesen: ist immer wundervoll, besonders zur Weihnachtszeit. Am liebsten Weihnachtsgeschichten, die ein wenig magisch sind. In der Bücherhalle findet ihr sicher passende Geschichten für jedes Alter. Wir lieben zurzeit: „Morgen, Findus wird´s was geben“, „Weihnachtszeit in Bommerlund“,  „Weihnachten bei Paulchen Bär“ und  „Wann kommst du, lieber Weihnachtsmann“.
  • Magische Gespräche: Im Moment beschäftigen die Kinder, die an den Weihnachtsmann oder das Christkind glauben, viele Fragen. Gibt es eigentlich nur 1 Weihnachtsmann? Wie kann der Schlitten so schnell fliegen? Warum nimmt der Weihnachtsmann gerade Rentiere für den Schlitten? Wie passen alle Geschenke in den Sack? Und viele mehr… Wir müssen nicht auf alles eine Antwort wissen. Ich frage meinen Sohn einfach zurück, was er denn glaubt und gebe ehrlich zu, dass ich darauf auch keine Antwort weiß, weil ich den Weihnachtsmann nie getroffen habe. Meistens hat er wundervoll fantasievolle Ideen zu seinen Fragen und es entstehen tolle Gespräche. Ich lasse mich richtig gerne von seinen Erklärungen anstecken und tauche ein in die magische Welt der Kindersicht auf Weihnachten. Das ist herrlich und mein Sohn findet es toll, mir etwas erklären zu können.

Ich wünsche euch eine friedliche und wundervolle Weihnachtszeit und ein gutes Jahr 2019!!!

Genießt die Zeit mit euren Kindern!

Eure Jessica

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